Endlich Rom! "Empfangen mit offenen Armen"

Finalmente Roma! "Accolta a braccia aperte"

Dass Wilhelm Hofelich bereits in frühen Jahren in Rom gewesen ist, belegt die Familienchronik aus dem Jahre 1914. Lange vor Ausbruch des I. Weltkriegs bereiste der junge Naturwissenschaftler und Musiker Venedig, Rom, Neapel, 1913 Sizilien. Durch die intensive Beschäftigung mit dem künstlerischen Nachlass seines Vaters hatte Wilhelm ab 1903 selbst begonnen zu malen. Im handgeschriebenen sowie illustrierten Werkverzeichnis, in dem Wilhelm mehr als 900 Gemälde seines Vaters erfasste, gibt es eine Fülle eindrucksvoller Italien-Motive. Was lag näher, diese Motive in natura zu sehen und sich auf den Spuren des Vaters in den Süden zu begeben?

Ölgemälde Es gibt ein Ölgemälde Wilhelms, das mit großer Wahrscheinlichkeit im Latium entstanden ist. Dargestellt ist ein römisches Aquädukt in sanfter Hügellandschaft, im Hintergrund ein nahezu runder See vulkanischen Ursprungs, vermutlich der Lago di Bracciano. Mehr als jede andere Gegend Italiens war Latium das beliebteste Reiseziel romantischer Künstler des 19. Jahrhunderts. Vor allem deutsche Maler zog es dorthin, auch Ludwig Hofelich, Jahre später Wilhelm. Leider besitze ich kein einziges Rom-Gemälde Wilhelm Hofelichs, kein Motiv, das es aufzuspüren gelte. Nichtsdestotrotz drängte es auch mich nach Rom zu reisen. Immer schon!

Wie lange sehnte ich mich danach, gerade DIESE Stadt zu sehen? Aber ich schob eine Reise dorthin immer wieder auf und zog andere Ziele, selbst weiter entfernte, vor. Warum nur? Vielleicht hatte ich Bedenken, die Ewige Stadt könne mich überfordern mit all ihren Schätzen. Oder dachte ich, dass es NACH Rom keine Steigerung mehr geben könne?

Ich wusste nur eines: bei meinem ersten Kontakt mit Rom wollte ich frei sein, wollte keinesfalls in einer straff organisierten Reisegruppe hinter dem Fähnchen eines Führers hertrotten, immer mit Blick auf die Uhr, 10 Minuten Fotostop etc. Nein, Rom wollten mein Mann und ich ohne Hetze erleben. Für alles, was uns wichtig war, wollten wir uns genügend Zeit nehmen können.

Ja, ZEIT! Wie viel Zeit braucht man für Rom? Jahre! Ein ganzes Menschenleben reicht nicht aus, es gänzlich kennen zu lernen. Ich hatte mir für diesen ersten Besuch gerade mal acht Tage Zeit genommen. Aber ich wollte auch nur schnuppern, die Stadt einfach auf mich wirken lassen, die Atmosphäre spüren...und wiederkommen, möglichst jedes Jahr einmal, um mich Rom ganz allmählich zu nähern.

Dass ich dann letztendlich meinen lang gehegten Wunsch von heute auf morgen in die Tat umsetzte, lag an meinem römischen HOFELICH-Stammkunden, der mittlerweile die umfangreichste Sammlung an Hofelich-Gemälden in Italien hält und der mir im Laufe der Zeit ein lieber E-Mail-Freund geworden ist.

Als ich ihm schrieb, dass ich mit meinem Italienischlehrer einen Ausflug nach Urbino und in einige andere kleine Orte in den Marchen unternehme, mailte er mir ein bisschen zu frech und hauptstädtisch selbstbewusst, dort gäbe es rein gar nichts zu sehen, wann ich denn nun endlich nach Rom käme! Er warte! Ich buchte unsere Flüge noch am gleichen Tag!

Das war im März 2005; danach überschlugen sich die Ereignisse im Vatikan. Johannes Paul II. starb, Benedikt XVI. wurde gewählt; der Strom der Pilger schien kein Ende zu nehmen. Die Konsequenz war, ich fand kein freies Hotelzimmer. Es gab zwar noch die Möglichkeit etwas außerhalb unterzukommen, aber ich wollte unbedingt mittendrin sein, sozusagen im Herzen der Stadt.

Nachdem ich zwei Wochen lang nur Absagen erhalten hatte, wurde ich langsam nervös und entschloss mich schließlich, zwei befreundete italienische Hofelich-Sammler zu bitten, mir bei der Suche behilflich zu sein. Der Römer war zu diesem Zeitpunkt in Jordanien, beauftragte aber seine Sekretärin, für uns ein zentral gelegenes Hotel zu suchen. Alle mailten, telefonierten, und schließlich fand der Kunstfreund aus Turin, der geschäftlich oft in Rom zu tun hat, ein nettes, kleines Hotel nahe Kolosseum und S. Giovanni in Lateran. Er handelte sogar noch einen Rabatt aus und erledigte die Reservierung, so dass ich mich um nichts mehr kümmern musste.

Gleich am Ankunftsabend waren wir mit Paolo, dem römischen HOFELICH-Sammler und dessen Frau Anna zum Abendessen verabredet. Er holte uns vom Hotel ab und wählte die Route zum Restaurant nahe der Piazza Spagna absichtlich so, dass wir die Spanische Treppe hinunterlaufen mussten.

Es dämmerte bereits; auf den noch sonnenwarmen Stufen das vertraute, oft geschaute Bild, Touristen und Römer, internationales Stimmengewirr, am Fuße der Treppe die schöne Fontana della Barcaccia von Pietro Bernini, dem Vater des genialen Gianlorenzo Bernini.

Ich hatte Paolo, dessen Büro in der Via Flaminia am Tiberufer liegt, mal geschrieben, dass Goethe, als er am 29.10.1786 das erste mal nach Rom kam, genau über diese Via Flaminia durch die Porta del Popolo in die Stadt eintrat und diesen Akt später als seine zweite Geburt bezeichnete. Ich erinnerte mich, dass Paolo dies ungemein begeisterte. "Seine" Via Flaminia, die alte Konsularstraße nach Arminium (Rimini), die heutige Nationalstraße Nr. 3, sei damals zur Tiberseite hin noch nicht bebaut gewesen. Ach ja, und an einem Haus in der Via Corso zeuge eine Gedenktafel vom Aufenthalt des großen Deutschen in der Ewigen Stadt.

Nun inszenierte Paolo an diesem 19. Mai 2005 unseren Eintritt in die Stadt über die berühmte Treppe, und dieser Akt war gewiss nicht weniger eindrucksvoll als der der Wiedergeburt unseres Dichterfürsten und wird mir unvergesslich bleiben.

Nach einem wunderbaren Abendessen in einem familiär geführten toskanischen Restaurant (Ristorante "da Mario", Via della Vite 55/56), das ich allen Rom-Reisenden sehr empfehlen kann, unternahm Paolo mit uns eine ausgiebige, nächtliche Stadtrundfahrt, wobei er auch zu einigen Aussichtspunkten auf die Hügel fuhr, von denen man einen atemberaubenden Ausblick auf die Stadt genießt. In den frühen Morgenstunden brachte er uns zum Hotel zurück, versehen mit praktischen Tipps und Ratschlägen für unsere bevorstehenden Entdeckungstouren. Er selbst würde einige Tage nicht in der Stadt sein, so dass wir uns erst wieder zum Ende unseres Aufenthaltes sehen könnten.

Keinesfalls möchte ich nun all die Sehenswürdigkeiten auflisten, die in Rom unbedingt aufgesucht werden sollten. Es gibt zahllose Bücher über die Ewige Stadt, geschrieben von klugen Köpfen, die Rom unendlich viel Zeit widmeten, Jahre dort lebten, sich der Stadt regelrecht hingaben. Mein erster Besuch währte nur 8 Tage, jedoch lang genug, um wie unzählige andere Besucher der Faszination Roms zu erliegen. Ohne überschwänglich erscheinen zu wollen, möchte ich behaupten, mich in die Stadt verliebt zu haben. Ja, "verlieben" ist in der Tat der richtige Begriff; denn als Verliebter neigt man dazu, die Welt durch die berühmte rosarote Brille zu sehen und Störendes großzügig zu ignorieren. Sicher gibt es auch in Rom hässliche Außenbezirke und öde Industriegebiete. Dort war ich aber nicht, ich konzentrierte mich ausschließlich auf das alte Rom, und das ist nun einmal zum Verlieben schön!

Von Morgens bis Abends waren wir innerhalb der Aurelianischen Mauern unterwegs, zu Fuß! Es ist wirklich möglich, das Herz Roms zu Fuß zu erkunden. Im alten Stadtkern liegt alles nah beieinander, Kathedralen, prächtige Paläste, wunderschöne Plätze, Marmorstatuen und Obelisken, Triumphbögen, herrliche Brunnen. Ich konnte mich einfach nicht sattsehen, wohin ich auch sah, jeder Blickwinkel ein Fotomotiv. Mit sehr hohen Erwartungen war ich gekommen, Rom hat sie bei weitem übertroffen!

Erstaunt hat mich, dass mich die Stadt überhaupt nicht ermüdete. Meistens kehrten wir gegen 19:00 Uhr ins Hotel zurück, duschten, kleideten uns um und machten uns dann sofort wieder auf den Weg, um in Trastevere oder im alten Zentrum zu Abend zu essen. Obwohl wir Fremdlinge waren, erlebten wir keine Reinfälle. Instinktiv zog es uns in Restaurants, in denen wir Römer, zumindest Italiener vermuteten. Und überall dort, wo wir einkehrten, wurden wir freundlich bedient und aßen sehr gut. Meine Bemühungen, italienisch zu sprechen wurden trotz aller Unzulänglichkeit sehr honoriert.

Bevor wir spät nachts ins Hotel zurückkehrten, nahmen wir in einer 24-Stunden-geöffneten Bar nahe der Porta Maggiore meist noch schnell einen letzten Espresso. Die zarte, blasse, immer müde wirkende Barista, einheitlich gekleidet wie ihre Kollegen, das kleine Schiffchen schräg auf dem Kopf, schob uns schon beim zweiten Besuch unaufgefordert die Tässchen über den Tresen, als seien wir Stammgäste.

Danach schliefen wir bald fest und tief. Selbst der Verkehrslärm - ich habe immer noch dieses typische Klacker-Geräusch im Ohr, das entsteht, wenn Autos über Pflastersteine rollen - konnte unserer Nachtruhe nichts anhaben.

Am nächsten Tag stürzten wir uns wieder hinein in die anheimelnden Straßenschluchten der verkehrsberuhigten Innenstadt. Wer kann glauben, dass diese Stadt 3 Millionen Einwohner zählt? Manche Gassen wirkten geradezu provinziell auf mich. Die warmen Farben der Fassaden in ocker, orange und rot! Die hübschen, begrünten Innenhöfe, die wir durch die Haustore erspähten! Dann diese kleinen Läden, unseren nahezu ausgestorben Tante-Emma-Läden gleich. In Rom gibt es sie noch, dort wird man über den Ladentisch bedient, kann sich vom Kaufmann ein Brötchen mit Salami oder Käse belegen lassen; und er wäscht einem sogar die Äpfel!

Wir konnten nicht umhin, doch ein recht ansehnliches Besichtigungsprogramm zu absolvieren, von den Vatikanischen Museen, über die ungeheuren Schätze, die die Villa Borghese beherbergt, bis hin zu einer Ausstellung von Gemälden Eduard Munchs, die gerade im kulissenhaft wirkenden "Altar der Nation" (Viktor-Emanuel-Denkmal) stattfand. Natürlich besuchten wir die Patriarchalbasiliken und drängelten uns mit Tausenden Besuchern im Kolosseum.

Das Pantheon faszinierte mich besonders, dieser gewaltige, ästhetische Kuppelbau. Ich hatte es mir im Inneren schummrig vorgestellt, wusste ich doch, dass es als einzige Lichtquelle lediglich eine Öffnung in der Decke gibt. Aber es war dort überhaupt nicht dunkel. Die Restaurierung war nahezu abgeschlossen, Raffaels Grab jedoch noch verhüllt von Abdeckplanen.

Unsere Spaziergänge auf dem Paladin gehören zu meinen schönsten Erlebnissen. Dort herrschte erstaunlicherweise kein Gedränge. Unter einer schattenspendenden Schirmpinie auf einem Marmorblock zu sitzen, die Ruinen zu betrachten, dazwischen Unkraut und roter Klatschmohn. Wer kann sich dieser morbiden Schönheit entziehen?

Drei Tage vor unserer Abreise entdeckte ich ganz zufällig in einer kleinen Goldschmiede in der Via Cavour nahe dem Kolosseum "mein" Rom-Souvenir. Es war eine in ihrer klassischen Schlichtheit hinreißend schöne Goldkette, im Design einem antiken Collier nachempfunden. Die römischen Schmuckdesigner erhielten viele Anregungen von den Preziosen, die beim Aushub des Metrobaus ans Licht kamen. Diese Kette hatte einen raffiniert gearbeiteten Verschluss, eine in Gold gefasste römische Bronzemünze. Leider war kein Preis ersichtlich.

Ich betrat das feine Lädchen nicht ohne Schwellenangst, und in der Tat, der Preis war hoch. Der Goldschmied erklärte mir, dass das Stück ein Unikat sei, dass er überhaupt nur Einzelstücke herstelle. Na ja, dies nahm ich ihm nicht ganz ab. Aber etwas anderes gefiel mir, das Profil auf der Münze zeigte den Imperator Konstantin. Unseren Sohn haben wir Konstantin genannt, nicht unbedingt nach dem ersten christlichen Kaiser Roms, sondern weil mir der Name klanglich und von der Bedeutung her gefällt: der Beständige. Ich sagte dem Goldschmied, dass ich es mir überlegen werde, aber beim Verlassen des Geschäfts war mir klar, dass ich die Kette kaufen würde. Mein Mann redete mir auch noch zu, schließlich stand mein Geburtstag kurz bevor, da durfte das Andenken an meinen ersten Rom-Aufenthalt schon ein bisschen üppiger ausfallen. Am Tag darauf kehrte ich zurück, handelte noch etwas und kaufte das schöne Stück.

Am Vortag unserer Abreise kehrten Paolo und Anna aus Siena zurück, und wir verbrachten den Abend wieder gemeinsam "bei Mario". Wir erzählten von unseren Streifzügen, und Paolo konnte es sich nicht verkneifen, auf meinen, wie er meinte, so unspektakulären Aufenthalt in den Marchen anzuspielen und zu bemerken, dass seine Stadt wohl doch mehr zu bieten habe als Rimini. Sicherlich, welche Stadt kann sich schon mit Rom messen? Aber ich war noch nie in Rimini und kann mir kein Urteil erlauben.

Durch unseren intensiven Briefwechsel wusste Paolo, dass ich seit langem den ihn etwas seltsam anmutenden Wunsch hegte, im Morgengrauen die Via Appia Antica entlangzugehen. Das hatte ich mir schon als Kind wunderschön vorgestellt, möglicherweise beeinflusst durch die italienischen Neorealismus-Filme, von denen ich nicht genug bekommen konnte und die ich auch heute noch gern mag. Nein, ich musste eingestehen, der morgendliche Spaziergang auf der Via Appia hatte nicht stattgefunden. Es hätte ja auch an einem Sonntag sein sollen, denn nur dann ist die Konsularstraße für den Individualverkehr gesperrt. Stattdessen hatte ich meinen Mann, der ein passionierter Flohmarktgänger ist, in aller Herrgottsfrühe zur Porta Portese in Trastevere begleitet, wo jeden Sonntag ein riesiger Flohmarkt stattfindet. Dieser Markt erwies sich aber als sehr enttäuschend, da vor allem Ramschware aus Fernost angeboten wurden, Plagiate italienischer Designer, der übliche Plunder. An nur sehr wenigen Ständen gab es antiquarische Bücher, Kupferstiche und Bilder. So machten wir uns schnell wieder fort aus diesem schrecklichen Gedränge, und da wir nun schon mal zur morgendlichen Stunde in Trastevere waren, nahmen wir in der schönen, alten Marienkirche "Santa Maria in Trastevere" an der Eucharistiefeier teil, für uns Protestanten ein ganz besonderes Erlebnis.

Doch solange wir noch nicht im Flieger saßen, war es nicht zu spät für die Via Appia. Ich ahnte nicht, was Paolo vorhatte, aber nach dem Abendessen lud er wieder zu einer Stadtrundfahrt ein. "Non ti ho detto che tu ritornerai ogni anno, dopo che sarai stata qui la prima volta? (Habe ich dir nicht gesagt, dass du jedes Jahr wiederkommen wirst, wenn du erst einmal hier warst?) meinte er triumphierend, als er mein Erstaunen bemerkte, während er uns Bereiche in der Altstadt zeigte, die wir noch nicht entdeckt hatten. Ja, es gibt noch unendlich viel zu sehen und zu bewundern. Immer wieder unterbrach unser Führer seine Fahrt für kleine Spaziergänge. Es war schon weit nach Mitternacht, der Kapitolsplatz breitete sich nahezu menschenleer vor uns aus. Die Atmosphäre war jetzt eine ganz andere als tagsüber. Wir vier gingen die nächtliche Cordonata hinunter, und in diesem Augenblick gehörte Michelangelos große Freitreppe nur uns. Auch der Römer, der diese Treppe unzählige Male zu den verschiedensten Tages- und Nachtzeiten gegangen war, spürte die ganz besondere Stimmung, "Indimenticabile, vero?" ("Unvergesslich, nicht wahr?").

Danach ging es Richtung Via Appia Antica. Paolo fuhr bis zu einem Straßenabschnitt mit alter römischer Pflasterung, den er für "spazierwürdig" hielt, ich sollte nicht enttäuscht sein von der "Königin der Straßen", die ich mir so romantisch verklärt vorstellte. Und wieder waren wir unter uns, kein Verkehr, keine anderen Spaziergänger. Ich weiß nicht, wie lange wir auf dieser Straße gingen, zu sehr waren wir ins Gespräch vertieft, Anna und ich, Paolo und mein Mann. Mauern, Gärten und Grabdenkmäler lagen in völliger Dunkelheit. Bei der spärlichen Straßenbeleuchtung mussten wir sorgsam auf den Weg achten. So bleiben mir von diesem nächtlichen Spaziergang unsere Gespräche und von der Via Appia vor allem die großen unregelmäßigen römischen Pflastersteine in Erinnerung. Irgendwann in den frühen Morgenstunden mahnte Paolo zur Umkehr, "Spero tu non voglia andare più a Brindisi, oggi, vero?" (Du willst doch heute hoffentlich nicht mehr bis Brindisi, oder?) bemerkte es scherzend; denn wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich noch stundenlang weitergehen können, nach einer Woche Rom war ich im Training und spürte keine Müdigkeit.

Unser Rückflug fand erst am Nachmittag statt, so hatten wir noch Zeit, die in der Nähe unseres Hotels liegende Basilika Santa Maria Maggiore zu besuchen. Der marmorintarsierte Fußboden ist dort beinahe noch schöner als im Petersdom; auch die vergoldete Kassettendecke ist bemerkenswert; und rechts des Altars befindet sich das Grab des großen Bernini.

Gegen Mittag hieß es Abschiednehmen. Als wir an der Stazione Termini auf unseren Flughafenbus warteten, klingelte mein Mobiltelefon. Paolo war dran, um uns eine gute Reise zu wünschen, "Il prossimo anno ritornerete?" (Werdet ihr wiederkommen, nächstes Jahr?)

Wir haben keine Münze in die Fontana di Trevi geworfen, aber unsere Flüge sind bereits gebucht.

Ende / Fine

Bedanken möchte ich mich bei Paolo und Anna für den warmherzigen Empfang in ihrer Stadt, bei Frau Colalti, Claudio und Stefano für ihren Einsatz bei der Zimmersuche, bei Rainer für das Foto des Latium-Gemäldes, bei Uwe für stetige Ermunterung, meine Erlebnisse aufzuschreiben und nicht zuletzt bei meinem Mann für seine Begleitung auf dieser unvergesslichen Entdeckungstour durch eine wunderschöne Stadt.



02.06.2013

© 2004-2011 Gabriele Wittfeld